Zwei Wochen richtige Indianer sein

Rund 500 Mädchen und Jungs hatten Spaß beim Quierschieder Kinder-Kulturherbst

Quierschied (ll). Mit den Herbstferien ging auch der Kinder-Kulturherbst zu Ende. Zwei Wochen lang luden die Gemeindebücherei, der Verein "Groß für Klein" und die Volkshochschule Quierschied Kinder und Jugendliche zu Veranstaltungen rund ums das Thema "Mystische Welt der Indianer" ein. In der Bücherei steht immer noch das Tipi, das Annette Bost und Tarik Pajic mit Hilfe der Männer vom Bauhof hochzogen. "Die Kinder lieben das Tipi und ziehen sich dorthin zum Lesen zurück", erzählt Bost - und: "Über 500 Kinder beteiligten sich."

Als Leiterin der Bücherei und Chefin des Vereins "Groß für Klein" organisierte sie das Ganze. "Alles verlief stressfrei", schmunzelt Bost. Immerhin machten bei einigen Bastelaktionen bis zu 40 Kinder mit. Eltern erzählten, dass ihre Kinder nach dem Basteln von Pfeilen, Bogen und Köchern einige Tage nur noch draußen Indianer spielten. Absolutes Glanzlicht des Kinder-Kulturherbstes war das Spektakel "Indianische Geschichten, Lagerfeuer und Stockbrot backen". Auf dem Marktplatz stand eine große schwarze Jurte der Quierschieder Pfadfinder. Bei Einbruch der Dunkelheit erzählte Annette Bost darin Indianergeschichten. Im Zelt brannte ein Lagerfeuer. Das war eine aufregende Sache. Aber mit einem traurigen Ende. Kurz bevor die Jurte abgebaut werden sollte, steckte ein Lausbub (die Polizei hat ihn inzwischen ermittelt) das Zelt an. Es brannte völlig nieder. (Die "SZ" hat berichtet.) Viel Spaß gab es bei der Herbstwanderung. Auf Schleichpfaden waren die Kinder mit dem Wächter des Waldes (Revierförster Martin Haupenthal) unterwegs. Der zehnjährige Michael war total begeistert. Zu Hause zeigte er seinen Eltern, wie man einen "grünen Spieß" mit Brennnesseln und anderen leckeren Sachen aus dem Wald macht. Der Zauberer Mathias Martin erzählte den Kindern Indianergeheimnisse und in der Villa Regenbogen verkleidete sich der Kasper als Indianerhäuptling (siehe nebenstehenden Bericht). Und die fortgeschrittenen Indianer durften kostenlos im Internet surfen. Viele machten auch mit beim Literaturquiz. Johannes Schuh gewann einen praktischen Rucksack. Sarah Vogelgesang und Anne Rettenmaier erhielten das Buch vom Hamster Adalbert. Es gab noch mehr Gewinner Die Liste und die Preise liegen übrigens in der Gemeindebücherei.

Kasper rettet „Pupsenden Bären"

Quierschied (ll). Es war mucksmäuschenstill in der Turnhalle in der Villa Regenbogen. Mit über 70 Kindern war die Halle rappelvoll. Aufmerksam verfolgten die Kleinen die lustigen Abenteuer des Indianerkaspers „Schneller Blitz" und seines Freundes „Pupsender Bär". Die Aufführung fand statt im Rahmen des Quierschieder Kinder-Kulturherbstes. Silke Scherschel und Christel Meiser spielten, Silke Burkardt übernahm die Moderation.

Die Story: Kasper und seine Freunde, wollen ein Indianerfest feiern. Die Erzieherinnen der Villa Regenbogen hatten ihnen hierzu Indianerkleidung geschneidert und auch jedem einen prächtigen Federschmuck gebastelt.

So hätte auch ein wunderschönes Indianerfest steigen können. Wenn nicht der Räuber die Prinzessin, Gretel und Seppl gefangen und in sein Versteck geschleppt hätte. Damit sie nicht um Hilfe rufen konnten, wurden sie vom Räuber auch noch geknebelt. Aber: da war ja noch der schlaue Kasper. Mit Hilfe der aufmerksamen Kinder gelang es ihm, den Räuber zu fangen. Nun wollte der aber partout sein Versteck nicht verraten. Auf die Rufe von Kasper konnten sich seine geknebelten Freunde nicht bemerkbar machen.

Oder vielleicht doch? Seppl, als „Pupsender Bär", machte seinem Namen alle Ehre. Hierzu muss man wissen, dass er seinen Indianernamen von Kasper erhalten hatte, weil Seppl nach dem Verzehr von Bohnen seinem geblähten Bauch auf natürliche, aber recht geräuschvolle Art und Weise Luft machte. Wenn es auch im täglichen Umgang miteinander recht verpönt ist, hier half das Pupsen, den Kasper auf die richtige Spur zu bringen.

Da waren die Kinder mucksmäuschenstill, damit der Kasper den Geräuschen folgen und so das Räuberversteck finden konnte. Ende gut, alles gut!

Die Indianerkinder der Villa Regenbogen mit den Kasperfiguren
vom Team auf dem Bild (vlnr) Silke Burkardt, Sabrina Carlino, Christel Meiser, Silke Scherschel   FOTO: Willi Meiser

Besuchen Sie die Webseite der Villa Regenbogen http://www.v-regenbogen.de und des Vereins "Groß für klein" http://www.grossfuerklein.de

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Der Zauberer Martin Mathias mit seiner Partnerin ...

... und mit Indianerkindern aus der Villa Regegenbogen


Martin Mathias alias "Häuptling Großer Büffel" und "Big Mama" Annette Bost


Die Kinder aus der Villa Regenbogen waren begeistert.

Fotos: Christel Meiser

Quelle: Saarbrücker Zeitung vom 24. Oktober 2002

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